Alle Termin rund um die Österlichen Feierlichkeiten müssen aus gegeben Anlass leider ausfallen,
jedoch findet Ihr auf dieser Seite Lesungen, Gedichte und Gedanken rund um Ostern!

#trotzdemnah    #sofawirdzurkrichenbank   #dahoambleibn

 

Quarantäne

Quarantäne fi ins oitan Leit,

dös is a Woascht, dös no nit long geit.

Dahoam bleim und alloa ohne soziale Kontakte vabringa,

dös is go nit so oafoch, oba mia weans scho bezwinga..

Gott sei Donk gibs a Handy und a diam ruaft eba u ,wia an dös gfreit.

Wei dös Hoffnung, Lebensfreid und Zuversicht geit.

A diam eban uruafn und a mochn a Freid.

So ruckn ma nachnta zom, obwoi ma ausanond sei miaßnt weit.

Spazian geh, bei anan Wegei, wo gwiß go neamp dahea kimb,

dö schön Bleamei betrochtn, dia ins da Longs kot um dö Zeit bring.

Heit sich i zwoa Lebableamei, morgn sends amendi scho meah,

A dö Huflattich sich i und sö zoang ea schöne geibe Forb hea,.

Zon an Bachei kim i hi und dös Wossa hupft iba Stock und iba Stoa

 ös sog griasti und pfiati, schau du bist nit alloa.

So richt i ma mei Weit hoit seiba a wenk schö zom, es weascht sicha nix umasist sei

und mia rucknt a da Einsomkeit, decht nachnta zom.


 Vergoldete Wunden

Von Palmsonntag bis Ostermontag
Geistliche Übungen, Exerzitien im Alltag

Einleitende Gedanken

Es gibt manchmal keine Möglichkeit, begleitet und an einem anderen Ort als daheim die Kar- und Ostertage zu durchleben.
Trotzdem kann ich mir die Zeit einräumen, den Geschehnissen um Jesus Christus nachzuspüren und
sie mit meinem eigenen Leben zu verknüpfen. Eigentlich liegt es nur an mir, dass ich mir diese geistliche
Zeit schenke.Ich wähle in meinem Umfeld eine Gebetsplatz und gestalte sie so,
dass sie mir hilft, mich aus dem Alltag auszuklicken und in Stille und Geborgenheit anzukommen.
Das kann durch eine kuschelige Decke gelingen, oder einen Blumenstrauß, eine Kerze,
ein mir liebgewordenes Symbol aus meiner Erfahrungswelt, einen Stuhl, einen Gebetshocker,
ein Kissen, ein Kreuz, ein Bild … es gibt so viele Möglichkeiten, mich dabei zu unterstützen,
dass ich jetzt hier Zeit mit mir, meiner Seele und mit Gott verbringen kann.
Vielleicht gibt es auch Zeiten in meinem täglichen Leben,
wo es einfacher ist, ruhig und entspannt zu werden und zu bleiben.
Der Lärmpegel ist ruhiger, die Geschäftigkeit um mich herum nimmt ab,
ich bin präsent und wach. Dann kann ich zu dieser Zeit oder zu diesen Zeiten meinen Gebetsplatz aufsuchen und
mich dort niederlassen. Ich kann das einmal am Tag für längere Zeit tun oder ich kann es auch mehrmals
täglich für kürzere Impulseinheiten tun. Wie auch immer ich mich entscheide, es soll mir helfen,
die Zeit des aufmerksamen Gesprächs mit mir selbst und Gott zu ermöglichen.
Die nun folgenden Texte sind eine Hinführung zum Tagesevangelium und zur persönlichen
Auseinandersetzung damit.Jeder Tag beginnt mit einem kurzen Gebet, das sich über die Woche nicht verändert.
Ein Impuls zum Ruhig-Werden und Entspannen folgt.Das Thema des Evangeliums wird vorweggenommen.
Das Tagesevangelium wird nicht jeden Tag zur Gänze abgedruckt, denn manche Texte sind sehr lange.
Hier finden sich einige zentrale Verse.Im Tagesimpuls wird das Evangelium mit meiner eigenen Realität in
Berührung gebracht.Ein Segensgebet macht den Abschluss eines jeden Tages.
Es ist wirkungsvoller, wenn ich mir Zeit des Meditierens,
stillen Betrachtens und persönlichen inneren Verkostens zu den einzelnen Texten gebe.
Damit können diese Worte in meinem inneren Bezirk erst zur Entfaltung kommen.

Der Segen Gottes möge Sie in diesen Tagen begleiten,bekräftigen und bestärken.


 

Palmsonntag

Palmsonntag das Feuer deiner Liebe
brennt lichterloh erhellt die dunkelste Finsternis
du neigst dich mir zumit dich
verzehrender Hingabe selbst in
deinem Sterben ist göttliches Heil
du vergoldest mit deiner Liebe
jede Wunde in mir


 Ruhig werden, Ankommen

Ich ziehe mich an meinen Gebetsplatz zurück und
nehme eine gute Sitzhaltung ein.Ich nehme mir die nötige Zeit,
um gut bei mir anzukommen.Mein Atem fließt ruhig ein und aus.
Mit jedem Atemzug werde ich stiller und entspannter.
Ich wende meine Aufmerksamkeit meinem Beckenbereich zu.
Ich spüre nach, wie mein Gesäß die Unterlage berührt.
Ich atme in meinen Schoß und spüre die erwachende Energie.
Der Schoß meiner Möglichkeiten, meiner Fruchtbarkeit auf so vielfältige Weise.
Ich nehme achtsam wahr.Wenn ich mir Zeit schenke,
dann kann auch etwas, was in mir schlummert,
an die Oberfläche und ins Leben kommen.
Was ist schon alles aus mir geboren worden?
Was gibt es noch, was ins Leben will?
Ich bin es, die/der nährt und birgt, so wie ich in Gott geborgen bin.
Ich nehme meine Gestimmtheit wahr und verweile.