Bastelarkt 1


(Grußworte von Pfarrprovisor Mag. Stanislav Gajdoš)

 

Liebe Brüder und Schwestern, liebe Freunde und Freundinnen.

Vor uns steht eine neue Etappe.

Am 1. September 2022 begann ich in unserem Pfarrverband als euer Seelsorger zu wirken.  Ich will Gott danken, dass mein – leider schon verstorbener - Vorgänger

Pfr. Santan Fernandes, in 28 Jahren durch seine gute Arbeit einen soliden Grundstein für weiteres Wirken gelegt hat.

Die Gläubigen haben fleißig gearbeitet, um den Pfarrhof in St. Ulrich vorzubereiten.

Danke allen, die für eine komplette Renovierung der Zimmer im Erdgeschoß des Pfarrhofs viel Zeit und Kraft investiert haben. Danke hundert Mal!

Vor ein paar Jahren habe ich für die Erstkommunionkinder ein einfaches Acrylbild gemalt: Jesus, der sich zur Erde neigt, um die schönen Weizenähren - mit den Fotos der Erstkommunionkinder - zu umarmen.

Vielleicht kennen manche von Euch die wahre Geschichte aus dem US-Bundesstaat North-Carolina. Dort lebte ein Mann auf einer wunderschönen Farm mit einer guten Erde, die schon seit vielen Jahrzehnten im Besitz seiner Familie war.

Sie hatten seit Generationen das gleiche Stück Land bebaut, Jahr für Jahr auf den Feldern gesät und geerntet. Schließlich starb der Farmer. Als der neue Besitzer der Farm über diese Felder ging, bemerkte er einen ungewöhnlich aussehenden Stein, der aus der Erde herausragte. Er nahm ihn mit nach Hause, wusch ihn und brachte ihn zu einem Juwelierladen. Der Juwelier bestätigte, was der neue Besitzer schon vermutet hatte: Der alte Stein, der schon Tausende von Jahren in diesem Feld gelegen hatte, war ein großer, ungeschliffener Diamant. Wie sich herausstellte, besaß er einen Wert von mehreren Millionen Dollar!

Dieser Edelstein hatte die ganze Zeit in diesem Feld gelegen und darauf gewartet,

dass ihn jemand „entdeckt"!

Diese Geschichte kann uns etwas sagen.

Unsere gemeinsame Arbeit in. St. Jakob i.H., St. Ulrich a. P und Waidring, soll davon handeln, wie man Gottes Willen für unser Leben entdeckt. Viele Menschen suchen verzweifelt nach dem Willen Gottes für ihr Leben, aber es ist oft so, dass das was sie suchen, schon direkt vor ihnen liegt. Doch sie suchen immer weiter in anderen und falschen Richtungen,

weil sie es nicht erkennen.

Um einen Edelstein zu erkennen, muss man mit seinen Eigenschaften vertraut sein und wissen, wie er nach seinem Fertigschleifen aussehen müsste.

Welche Eigenschaften gab uns Gott?  Ich schreibe es in ein paar Wörtern:

Gebet, gegenseitige Verzeihung, Zusammenarbeit, Eifrigkeit aber auch notwendige Entspannung, damit wir alle Kraft schöpfen können für die Arbeit im Weinberg unseres Herrn.

Das alles wünsche ich Euch und auch mir selbst. Ich freue mich, dass ich wieder neue Menschen in allen drei schönen Pfarreien kennenlernen kann und ich bitte Gott, dass er uns allen die notwendige Gesundheit des Körpers und der Seele schenkt.

Mit christlicher Liebe euer Pfarrer Stano.